Liebe Besucher!  

Herzlich Willkommen auf der Seite der Norddeutschen Gartenschau.

 

Die neue große Wiesenwelt -  Wiesenpark geöffnet seit dem 11.06.2016 
Öffnungszeiten
    
Hauptsaison:
01.04.17 - 12.11.17
10 - 19 Uhr


Eintrittspreise
Hauptsaison

Tageskarte

9,00 €

Ermäßigt

7,50 €

Kinder
bis 16 Jahre
 frei
   
Dauerkarte 50,00 €

 

Hunde dürfen mit in
den Park, wenn sie
an der kurzen Leine
bleiben.

 

Führungen sind nach Voranmeldung für Gruppen ab 12 Personen möglich.

Wir haben bei Bedarf Gehhilfen, welche Sie Sich im Büro reservieren lassen können. Wir verleihen Ihnen, solange noch vorhanden, einen  Rollator, Rollstuhl oder E-Scooter.

 

Café im Münsterhof 

Das Café im Münsterhof ist für Sie geöffnet.     

Veranstaltungen


Lotusblüten-Fest

12./13.08.2017

Garden & Classic Cars

16.09. - 17.09.2017

Baum-Erlebnistag

08.10.2017

Herbstfest

28./29.10.2017

 

NDR-Fernsehgarten    "Mein Nachmittag" - sendet seit dem 06. April wieder Donnerstags bei uns in der Gartenschau.

(12.06.2017)

 

 


bernsteinkiefer strand bilderspalte

dino bilderspalte

 wasserwald bilderspalte

 
Frderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e.V.

Das Arboretum des Kreises Pinneberg liegt zwischen Pinneberg und Barmstedt und gehört zur Gemeinde Ellerhoop, Ortsteil Thiensen. Die gärtnerisch gestaltete Parkanlage befindet sich am Rande der Bilsbek-Niederung. Sie ist eingebettet in die typisch holsteinische Knicklandschaft.

Der Begriff 'Arboretum' leitet sich ab von dem lateinischen Wort arbor – 'der Baum' oder 'Baumbestand'. Unter einem Arboretum versteht man eine Sammlung von lebenden Bäumen und Sträuchern, die zumeist in parkartiger Anordnung stehen und botanischen, forstlichen oder gartenbaulichen Zwecken dienen können. Das Arboretum Ellerhoop-Thiensen umfaßt eine ca. 17 ha große Gesamtanlage, von der ca. 7,5 ha der Öffentlichkeit als Naherholungsanlage und für Zwecke der Schul- und Volksbildung zur Verfügung stehen.

Aufgaben des Arboretums

Während noch unter der Leitung der Fa. Timm & Co. allein die dendrologischen Gesichtspunkte, d.h. das Sammeln und Vergrößern der Gehölzsortimente, im Vordergrund standen, sollte das Arboretum nach dem Kauf durch den Kreis Pinneberg auch weiteren Aufgaben dienen. Da für Erwerb und Unterhaltung öffentliche Mittel verwendet wurden und die Nutzung für eine breite Öffentlichkeit und nicht nur für Fachleute vorgesehen war, beschlossen die politischen Gremien, neben der reinen Gehölzpräsentation die Schwerpunkte auf die Bereiche Schule, Bildung, Naherholung und Ökologie zu legen.

Finanzierung des Arboretums

Seit Abschluß des Überlassungs- und Nutzungsvertrages zum 01.09.1996 erhält der Förderkreis vom Kreis Pinneberg einen festen jährlichen Zuschuss, der aber nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten deckt. Da weder berufsständige Vereinigungen noch andere Institutionen weitere Zuschüsse zahlen, müssen die überwiegenden Kosten somit vom Förderkreis erwirtschaftet werden. Im Wesentlichen tragen dazu die Eintrittsgelder bei, zu einem kleineren Teil auch die Mitgliedsbeiträge sowie Einzelspenden.

Die Präsentation von Gehölzen sowie die Arten- und Sortenvergleichspflanzungen sind didaktisch und gestalterisch so aufbereitet und mit anderen Aufgaben verbunden, das nicht nur Fachleute, sondern alle Besuchergruppen, wie z.B. Gartenfreunde, Naturliebhaber und Erholungssuchende, davon profitieren. Aus diesem Grund ist der Förderkreis auch als gemeinnütziger Verein anerkannt. Das Besondere an der Norddeutschen Gartenschau im Vergleich zu anderen Parkanlagen ist, dass eine Verbindung zwischen den botanisch-dendrologischen Aufgaben, der Schulbiologie, der Ökologie und der Ästhetik angestrebt wird. Das Arboretum kann auf langjähhrige Erfahrungen in diesem Bereich zurückgreifen, wodurch sich immer wieder bestätigt hat, dass sich diese unterschiedlichen Aufgaben sehr sinnvoll miteinander kombinieren lassen.

Schule, Studium und Forschung

Das Arboretum dient in hohem Maße der Intensivierung des praktischen und theoretischem Biologieunterrichts an den allgemein- und berufsbildenden Schulen.

Die schulbiologischen Abteilungen umfassen:

  • die Entwicklungsgeschichte der Bäume mit einem Steinkohlewäldchen aus dem Karbon,
  • ein lebensgroßes wissenschaftliches Modell eines pflanzenfressenden Sauriers aus dem Trias,
  • einen im Wasser stehenden großen Sumpfzypressenwald aus dem Tertiär,
  • einen geologischen Erlebnispfad,
  • eine Nutzpflanzenabteilung mit alten Getreidesorten,
  • weitere kleine schulbiologische Themen wie beispielsweise fleischfressende Pflanzen.
  • einen neuen Schwerpunkt "Baum-Erlebniswelt", der unter anderem spannenden Informationen zu den größten und ältesten Bäumen der Welt bietet.

 Eine weitere Attraktion im Arboretum ist der im April 2008 eröffnete Bernsteingarten. Dieser Teil der schulbiologischen Abteilung zeigt unter dem Schlagwort "Faszination Bernstein - Das Gold der Bäume" die Entstehung und Verwendung von Bernstein. Die Besucher erfahren unter anderem etwas über die legendären Bernsteinwälder vor 50 Millionen Jahren und können im Bernsteinpavillon wandhohe Fototafeln des berühmten Bernsteinzimmers in St. Petersburg bewundern.

Daneben betreibt das Arboretum zusammen mit dem Fachbereich Landschaftsarchitektur der Fachhochschule Osnabrück und der Otto-Henneberg-Poppenbüttel-Stiftung einige Gehölzforschungsprojekte.

So werden an verschiedenen Gehölzen der Wasserwälder, wie beispielsweise Rot-Ahornen (Acer rubrum), Apfelbeeren (Aronia ar­­buti­­fo­lia), Knopfbusch (Cephalanthus occi­dentalis), Scheinzypressen (Chamaecyparis thyoides), Stechpalmen (Ilex glabra), Magnolien (Magnolia virginiana), Sumpfzypressen (Taxodium ascendens und Taxodium distichum), Untersuchungen über deren Anpassung an Umwelt und Standort durchgeführt.

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet die Sichtung, Züchtung und Selektion von Strauch-Pfingstrosen. Im Arboretum wurde in den letzten fünfzehn Jahren nicht nur das größte Strauch-Päonien-Sortiment Deutschlands mit allen Wildarten und 245 Sorten (ca. 2.500 Einzelpflanzen) zusammengetragen, sondern auch mit eigener Selektions- und Züchtungsarbeit begonnen. Dabei stehen die amerikanischen Lutea-Hybriden und die Wildart Paeonia rockii (Strauch-Pfingstrose) und ihre Hybriden im Mittelpunkt des Interesses.

Nach den bisherigen Sichtungsergebnissen ist diese wüchsige und über zwei Meter hoch werdende Wildart viel wertvoller als die teilweise äußerst gartenuntauglichen Suffruticosa-Hybriden aus China, Japan und Frankreich.

In den letzten Jahren wurden zudem verschiedene Itoh-Hybriden, japanische Kreuzungen aus Strauch- und Staudenpfingstrosen, gepflanzt. Auch die Pflanzungen der Stauden-Pfingstrosen wurden erheblich erweitert, um den Besuchern eine längere Blütezeit bieten zu können.

Umweltbildung als wichtige Aufgabe

Das Arboretum Ellerhoop-Thiensen ist eine Stätte der kulturellen Begegnung und Bildung. Daneben hat es sich zur Aufgabe gestellt, seine Besucher auf die Umweltproblematik und die Gesetze der Ökologie aufmerksam zu machen. Dazu sollen verschiedene Lehrobjekte, wie zum Beispiel ein ökologischer Lehrpfad, beitragen.

Baum-Erlebniswelt

Dieser noch im Auf- und Ausbau befindliche Bereich steht am Ende der Abteilung „Entwicklungsgeschichte der Bäume“ und gehört zu den besonderen Highlights der Norddeutschen Gartenschau. Im Herbst 2013 wurde nach fast siebenmonatiger Bauzeit ein originalgetreuer Nachbau des General Sherman Tree bis zu einer Stammhöhe von 10 m fertiggestellt. Der „echte“ General Sherman Tree ist der größte Baum der Welt und steht im Sequoia National Park, Kalifornien. Es handelt sich dabei um ein über 2000 Jahre altes Exemplar von Sequoiadendron giganteum, dem Riesenmammutbaum.

Um sicherzustellen, dass die Nachbildung so originalgetreu wie möglich ausfällt, reiste Prof. Hans-Dieter Warda eigens nach Kalifornien, um den Stamm vor Ort zu vermessen und detailgenau abzufotografieren bzw. –filmen. Die spektakuläre Ellerhooper Nachbildung wurde aus einem Stahlgerüst mit einer Spritzbeton-Hülle angefertigt und soll in ihrem Inneren einmal ein Baum-Informationszentrum beherbergen. Das Besondere am General Sherman-Nachbau ist außerdem, dass in seiner Mitte ein echter Mammutbaum, der „General Sherman Junior“ gepflanzt wurde, der aus der oben offenen Konstruktion herauswächst. In der näheren Umgebung des Baumriesen wurden verschiedene andere Gehölzarten gepflanzt, die man ebenfalls in Kalifornien findet, wie z.B. Pinus aristata (Grannen-Kiefer) und Pinus longaeva (Langlebige Kiefer), von denen das älteste Exemplar der Welt knapp 5000 Jahre zählt.

In der Abteilung Heimische Bäume und Sträucher werden seltene und vom Aussterben bedrohte Gehölzarten, besonders von potentiell gefährdeten schleswig-holsteinischen Standorten, zusammengetragen, in Schutzsammlungen kultiviert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu gehören u.a. Betula humilis (Strauch-Birke), Malus sylvestris (Wild-Apfel) und Pyrus pyraster (Wild-Birne).